Wertermittlung Photovoltaikanlage
Bewertung & Restwert von PV Anlagen berechnen
Bewertung von Photovoltaikanlagen durch sachverständigem Gutachter
Erfahren Sie hier wie der Wert einer Photovoltaikanlage, speziell der Restwert einer PV-Anlage, von uns als fachkundige Gutachter ermittelt wird. Welche Methoden zur Wertermittlung von Photovoltaikanlagen herangezogen werden, welche Einflussfaktoren eine Rolle spielen (z. B. technische Komponenten, Lebensdauer, Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare‑Energien‑Gesetz), wie ein Sachverständiger für Photovoltaik vorgeht und welche Besonderheiten beim Verkauf oder der Bewertung von gebrauchten Anlagen zu beachten sind.
Gliederung zur Wertermittlung von PV-Anlagen
- Was versteht man unter dem Wert einer Photovoltaikanlage?
- Warum ist die Wertermittlung von Photovoltaikanlagen wichtig?
- Welche Methoden zur Wertermittlung werden bei einer PV-Anlage angewendet?
- Wie wird der Restwert einer PV-Anlage berechnet?
- Welche Einflussgrößen bestimmen den Wert einer PV-Anlage?
- Welche Rolle spielen technische Komponenten und der Zustand der Anlage?
- Welche Bedeutung hat das EEG, die Einspeisevergütung und Eigenverbrauch?
- Wann sollte ein sachverständiger Wertgutachter hinzugezogen werden?
- Wie verändert sich die Wirtschaftlichkeit und Bewertung von PV-Anlagen?
- Welche Besonderheiten gelten beim Verkauf oder der Veräusserung einer PV-Anlage?
- Fazit und häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Was versteht man unter dem Wert einer Photovoltaikanlage / Solaranlage?
Der Wert einer Photovoltaikanlage bezeichnet den monetären Wert, den eine Anlage unter marktüblichen Bedingungen erzielt – sei es im Rahmen einer Finanzierung, eines Kaufs oder einer Veräusserung.
Bei der Wertermittlung von Photovoltaikanlagen wird insbesondere auch der Restwert der Anlage berücksichtigt, also der Wert nach Abschreibung oder nach Ablauf bestimmter Nutzungsdauer.
Eine genaue Bewertung setzt voraus, dass ein Sachverständiger oder öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger die Photovoltaikanlage bewerten kann – inkl. einer fundierten Analyse von technischen und wirtschaftlichen Daten.
2. Warum ist die Wertermittlung von Photovoltaikanlagen wichtig?
Die Bewertung einer PV-Anlage ist nicht nur für den Anlagenbetreiber relevant, sondern auch für Banken, Investoren oder Käufer.
Eine fundierte Wertermittlung von Photovoltaikanlagen schafft Transparenz bei Fragen wie:
- Wie hoch ist der Wert einer PV-Anlage jetzt?
- Welchen Restwert der Anlage kann ich bei Abschluss einer Investition realistisch ansetzen?
- Wie wirkt sich die Wertermittlung auf steuerliche Bewertungen oder Abschreibungen aus?
Gerade bei Gewerbeanlagen oder bei direktem Eigenverbrauch ist die Wirtschaftlichkeit ein zentrales Thema – und damit auch der korrekte Wert der Anlage.
3. Welche Methoden zur Wertermittlung werden bei einer PV-Anlage angewendet?
Bei der Bewertung von Photovoltaikanlagen kommen mehrere Verfahren zum Einsatz.
- Die Ertragswertmethode (Ertragswertverfahren) orientiert sich an künftigen Einnahmen aus Einspeisevergütung oder Eigenverbrauch. Hier wird der zukünftige Cashflow herangezogen.
- Das Sachwertverfahren kann bei Sonderfällen angewandt werden, wenn eine Anlage keinen marktfähigen Betrieb hat– zum Beispiel bei einer gebrauchten Photovoltaikanlage mit hohem Instandhaltungsaufwand.
- Beim Vorgehen durch Sachverständige für Photovoltaik wird zusätzlich eine technische Zustandsbewertung vorgenommen: Alter der Solarmodule, Wechselrichter, restliche Nutzungsdauer, Verschattung, Wartungshistorie.
Die Wahl des Verfahrens hängt von Anlagegröße, Betriebsdauer, Marktbedingungen und Zweck der Wertermittlung ab.
4. Wie wird der Restwert einer PV-Anlage berechnet?
Der Restwert einer PV-Anlage ist der Wert, der übrig bleibt, wenn die übliche Nutzungsdauer oder die sogenannte Restlaufzeit einer Anlage berücksichtigt wurde.
Bei der Berechnung werden Faktoren wie
- ursprüngliche Anschaffungskosten,
- lineare Abschreibung (z. B. über 20 Jahre),
- technische Nutzung,
- Marktwert von PV-Modulen und
- Wechselrichtern
- sowie die verbleibende Einspeisevergütung nach dem EEG einbezogen.
Beispiel: Eine PV-Anlage wurde vor 10 Jahren installiert, hatte eine Nutzungsdauer von 20 Jahren – nach Abschreibung und Abzug technischer Alterung wird ein Restwert ermittelt.
Der Sachverständige berücksichtigt dann noch Betriebskosten, Instandhaltung und mögliche Ertragsminderung. Auch der Buchwert kann hierbei eine Rolle spielen – doch wichtig ist: Der marktgerechte Wert, nicht nur der steuerliche Buchwert.
5. Welche Einflussgrößen bestimmen den Wert einer PV-Anlage?
Mehrere Parameter beeinflussen den Wert der Anlage erheblich:
- Die Restlaufzeit der Anlage (wie viele Jahre voraussichtlich noch sinnvoll produziert werden können).
- Der technische Zustand der Solarmodule, des Wechselrichters und der PV-Module insgesamt: Sind sie fachgerecht installiert, gut gewartet? Ein Zustand mit hoher Leistung bringt höheren Wert.
- Die Einspeisevergütung nach dem EEG oder alternative Vergütungsmodelle sowie der Eigenverbrauchsanteil: Je höher die Vergütung bzw. der Anteil am Eigenverbrauch, desto besser die Wirtschaftlichkeit.
- Die jährlichen Erträge (kWh) und der spezifische Ertrag zeigen, ob die Anlage ihre prognostizierte Leistung erreicht – dabei liefern langjährige Wetterdaten und Vergleichswerte wertvolle Anhaltspunkte.
- Auch Marktfaktoren wie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei gebrauchten Anlagen oder ganzen Anlagenportfolios beeinflussen den Wert.
- Standortfaktoren: Neigungswinkel, Ausrichtung, Verschattung, Zugänglichkeit, Integration in Immobilie.
- Betriebskosten, Wartungskosten, Wechselrichtertausch oder Modulreinigung – all das beeinflusst den Wert einer Photovoltaikanlage.
6. Welche Rolle spielen technische Komponenten und der Zustand der Anlage?
Die technische Ausstattung der PV-Anlage ist entscheidend für den Wert der Anlage und den Restwert photovoltaikanlage. Alte Module mit geringer Effizienz oder ein veralteter Wechselrichter mindern den Wert deutlich.
Ein Sachverständiger prüft:
- Wann war die Inbetriebnahme der Anlage?
- Gibt es Modulheterogenität?
- Wurde eine Wartung regelmäßig durchgeführt?
- Auch Rückgang der Leistung (Degradation) wird berücksichtigt.
- Sind Ersatzteile noch verfügbar?
Bei großen Solarparks oder PV-anlagen im gewerblichen Bereich zählt die Verfügbarkeit von Ersatz und der Zustand des Betriebs. Je besser der technische Zustand, desto höher die ermittelte Restlaufzeit und damit der höhere Wert der Anlage.
7. Welche Bedeutung hat das EEG, die Einspeisevergütung und Eigenverbrauch?
Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz war lange ein zentraler Faktor für die Bewertung von Photovoltaikanlagen.
Bei älteren Anlagen mit hoher EEG-Vergütung ist der künftige Ertrag kalkulierbarer.
Neuere Anlagen haben häufig geringere Vergütung oder setzen auf Eigenverbrauch. Die Höhe der Vergütung (z. B. Cent pro kWh) und der Anteil des Eigenverbrauchs beeinflussen die Ertragsprognose – und damit den Wert der Anlage. Wenn ein Anlagenbetreiber einen hohen Eigenverbrauch‐Anteil erzielt, steigert das die Wirtschaftlichkeit und damit den Wert der Anlage.
Falls das EEG-Förderende oder eine niedrigere Vergütung eintritt, sinkt die Zahlungsbasis für künftige Erträge – das wiederum verringert den Restwert Photovoltaikanlage.
Ebenso wichtig ist die steuerliche Bewertung und Abschreibung (z. B. Sonderabschreibung oder lineare Abschreibung über 20 Jahre) bei gewerblichen Anlagen.
8. Wann sollte ein sachverständiger Wertgutachter hinzugezogen werden?
Wenn es um Kauf, Verkauf, Finanzierung oder steuerliche bzw. buchhalterische Bewertung einer PV-Anlage geht, empfiehlt sich die Hinzuziehung eines Sachverständigen oder Gutachter, der sich auf Photovoltaikanlagen spezialisiert hat – etwa ein öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter.
Dieser erstellt ein Wertgutachten, prüft technische und wirtschaftliche Parameter, bewertet den Zustand und ermittelt einen präzisen Wert der Anlage sowie den Restwert der Anlage. Gerade bei gewerblichen PV-Anlagen, bei Solarparks oder Anlagen mit komplexem Aufbau ist die Expertise wichtig, um Risiken (z. B. Modulalterung, Wechselrichterersatz, Marktpreise) abzuschätzen.
Ein qualifizierter Gutachter ist auch in der Lage, die Wertermittlung von Photovoltaikanlagen rechtssicher und fundiert durchzuführen.
9. Wie verändert sich die Wirtschaftlichkeit und Bewertung von PV-Anlagen?
Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen verändert sich laufend: Sinkende Modul- und Systempreise, angepasste Einspeisevergütungen, ein wachsender Eigenverbrauch und technologische Fortschritte prägen den Markt. Eine Analyse zeigte, dass viele Wohnanlagen in Deutschland im Jahr 2023 nur noch eingeschränkt wirtschaftlich betrieben werden konnten.
Für die Bewertung von Photovoltaikanlagen heißt das: Ein vor Jahren ermittelter Anlagenwert kann heute nicht mehr aktuell sein und sollte überprüft werden. Mit steigendem Alter und zunehmender Nutzung verringert sich zudem der Restwert der Anlage.
Daher ist es wichtig, bei der Wertermittlung aktuelle Markt- und Technologieentwicklungen zu berücksichtigen und eine fundierte Bewertung vorzunehmen – idealerweise durch spezialisierte Gutachter wie uns.
10. Welche Besonderheiten gelten beim Verkauf oder der Veräusserung einer PV-Anlage?
Beim Verkauf einer PV-Anlage spielt ihr tatsächlicher Wert eine zentrale Rolle für Preisverhandlung und Vertragsabschluss. Käufer achten besonders auf Restlaufzeit, technischen Zustand, laufende Einspeisevergütung oder Eigenverbrauchserträge, Instandhaltungskosten und mögliche Risiken.
Auch steuerliche Faktoren wie Abschreibung und Buchwert sind relevant. Für gebrauchte Photovoltaikanlagen ist daher eine präzise, von einem sachverständigen für Photovoltaik erstellte Bewertung unerlässlich. Zusätzlich beeinflussen Marktbedingungen – insbesondere das Verhältnis von Angebot und Nachfrage – den erzielbaren Verkaufspreis.
Wichtige Punkte bei der Bewertung von PV Anlagen
- Der Wert einer Photovoltaikanlage hängt wesentlich von Ertrag, Zustand, Vergütung und Marktbedingungen ab.
- Eine fundierte Wertermittlung von Photovoltaikanlagen sollte stets durch spezialisierte Gutachter erfolgen.
- Die Berechnung des Restwerts einer PV-Anlage umfasst technische Alterung, verbleibende Nutzungsdauer und künftige Erträge.
- Technischer Zustand, Modulqualität, Wechselrichter und Wartung haben großen Einfluss auf den Anlagenwert.
- Einspeisevergütung, Eigenverbrauch und steuerliche Rahmenbedingungen bestimmen die Wirtschaftlichkeit.
- Markttrends verändern die Bewertung – insbesondere bei gewerblichen PV-Anlagen oder Solarparks.
- Beim Verkauf spielt der realistische Marktwert eine entscheidende Rolle – nicht nur der Buchwert.
FAQ – Häufig gestellte Fragen – Bewertung von Photovoltaikanlagen
Frage 1: Kann ich bei einer bereits abgeschriebenen PV-Anlage trotzdem einen Wert ermitteln lassen?
Ja. Auch wenn die Anlage steuerlich abgeschrieben wurde, ist der marktgerechte Restwert der Anlage oft höher – gerade wenn noch Ertrag und Lebensdauer vorhanden sind.
Frage 2: Wird der Wert einer Photovoltaikanlage durch Wartung und Instandhaltung beeinflusst?
Ja. Eine Anlage, die regelmäßig gewartet wurde und bei der kein technisches Risiko vorliegt, erzielt tendenziell einen höheren Wert als eine Anlage mit ungeklärtem Wartungsstand.
Frage 3: Welche Rolle spielt der Wechselrichter bei der Bewertung?
Ein Wechselrichter ist eine zentrale Komponente. Ein alter oder defekter Wechselrichter kann den Wert erheblich mindern, weil Ersatz- oder Austauschkosten berücksichtigt werden müssen.
Frage 4: Können kleine Dachanlagen genauso bewertet werden wie große Solarparks?
Grundsätzlich gelten dieselben Bewertungsprinzipien – doch die Marktsituation, die Einspeisevergütung, der Eigenverbrauch und die technische Komplexität unterscheiden sich. Bei großen Anlagen oder Solarparks ist oft eine detailliertere Bewertung notwendig.
Frage 5: Was bedeutet „ermittelte“ Wertermittlung in diesem Kontext?
„Ermittelte“ bedeutet, dass der Wert durch eine systematische Analyse festgelegt wurde – technische Prüfung, Ertragsprognose, Marktvergleich – nicht einfach überschlagen oder geschätzt.
Wenn Sie Unterstützung bei der Wertermittlung Ihrer Photovoltaikanlage, bei der Bewertung von PV-Anlagen oder bei der Einschätzung des Restwerts der Anlage benötigen, stehe ich als zertifizierter Gutachter gern zur Verfügung.
Was können wir für Sie tun?
Häufig gestellt Fragen (FAQ)
Leider kann man diese Frage hier nicht pauschal seriös beantworten. Es kommt auf den Einzelfall und auf das benötigte Gutachten an. Wir orientieren uns an den Sätzen der „Honorarrichtlinien des Bundesverbandes öffentlich-bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V.“
RICS wurde als Berufsverband 1868 gegründet und erhielt 1881 die königliche Charta des Vereinigten Königreichs aus der die Berufstitulierung Chartered Surveyors und die Berufsbezeichnung MRICS (Professional Member of the chartered Surveyors) entstand.
RICS ist der weltweit führende Berufsverband für Immobilienfachleute und hat folgende Hauptaufgaben:
– reguliert und fördert den Berufsstand.
– gewährleistet hohe Standards in der Ausbildung und Berufsausübung.
– schützt Kunden und Verbraucher durch die strikte Einhaltung eines Verhaltenskodex.
– bietet unparteiische Beratung, Analyse und Orientierung.
Dies ist vom Umfang der notwendigen Leistungen abhängig. Wenn sich ein Vor-Ort-Termin für beide Parteien rechnet, steht dem nichts im Wege.
Wir erstellen Gutachten für die verschiedensten Anforderungen und Zwecke. Selbstverständlich haben die entsprechenden Gutachten Bestand vor Gericht.




